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Lumiere Summit in Frankreich - Arthouse im Fokus

Es war etwas Besonderes und so eigentlich nicht zu erwarten: Die Arthouse-Kinos standen im Mittelpunkt des ersten Lumière-Gipfels in Saint-Paul-de-Vence, der rund zweihundert Entscheidungsträger aus sechzig Ländern zusammenbrachte. Für die CICAE nahm Christian Bräuer teil, Vorsitzender der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, deren Mitglied auch das ZOOM Kino ist. Eingeladen hatten der französische Präsident Emmanuel Macron und der koreanische Präsident Lee Jae-myung, zurückgehend auf eine Initiative des französischen CNC.

In seiner Eröffnungsrede kam Macron wiederholt auf das Arthouse-Kino zu sprechen. Er bezeichnete das Modell des unabhängigen Kinos als unverzichtbar für die Reichweite von Filmen und die Filmvielfalt, die heute bedroht sei, und betonte, dass deren Erhalt eine gemeinsame Verantwortung darstelle.

Das dort verkündete Programm IRIS (International Resilience Initiative for Independent Screens) gibt diesem Anspruch eine konkrete Form. Die Initiative soll unabhängige Kinos, Verleiher und gemeinnützige Netzwerke schützen, stärken und miteinander vernetzen – und dort schnell handeln, wo lokale Akteure besonders isoliert oder bedroht sind. Die CICAE vertritt mehr als 2.400 Arthouse-Kinos in 47 Ländern und verfolgt diese Mission seit Jahrzehnten.

Für Christian Bräuer war es beeindruckend zu sehen, wie auch die Großen der Branche den Wert der Arbeit von Programmkinos weltweit schätzen. Für sie sind Arthouse-Kinos keine Nische, sondern eine unverzichtbare Infrastruktur für eine vielfältige Filmkultur und eine gesunde Filmwirtschaft.

Der Gipfel zeigte einmal mehr, warum Frankreich eine erfolgreiche Kinonation ist. Ein bisschen mehr von diesem Geist sollte man auch in Deutschland spüren.

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